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Gelb statt Rot kostet SAV wohl drei Punkte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Blumenthaler SV   
Montag, 14. September 2015

Blumenthals Malte Seemann hält im mit 1:0 gewonnenen Bremen-Liga-Derby selbst verschuldeten Elfmeter (von Klaus Grunewald)

Der 23. Mann auf dem Fußballplatz hat es nicht immer leicht. Und manchmal konzentriert sich der gesamte Frust des Verlierers auf ihn. Am Sonnabend machte die SG Aumund-Vegesack den Unparteiischen verantwortlich für ihre 0:1-Niederlage im Derby der Fußball-Bremen-Liga beim Blumenthaler SV (wie im Kurier am Sonntag berichtet). Die Gäste fühlten sich vor allem deshalb „verschaukelt“, weil Cevahir Can in der 27. Minute nicht die Rote, sondern nur die Gelbe Karte gezückt hatte.

Was in dieser Minute passierte, sollte dem späteren Spielverlauf den Stempel aufdrücken und noch lange nach dem Schlusspfiff für Diskussionen sorgen. Nachdem Muhamed Hodzic nach einer flinken Offensivkombination der Vegesacker frei vor dem Blumenthaler Kasten aufgetaucht war, warf sich ihm Schlussmann Malte Seemann vor die Beine: klarer Elfmeter. Und weil Seemann die regelwidrige Angriffsaktion als so genannter letzter Mann gestartet hatte, hätte der Schiedsrichter die Rote Karte zücken können. „Müssen“ verbesserte SAV-Trainer Jens Heine. Auch sein Blumenthaler Kollege Michél Kniat sowie Seemann selber räumten nach dem Schlusspfiff ein, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein.

Eine Bildergalerie vom Spiel ist beim Sportbuzzer Weser-Kurier zu sehen.

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In der Schlussphase hatte SAV-Torwart Maik Meyer-Wersinger alle Hände voll zu tun, bei den vielen Chancen unserer Mannschaft einen weiteren Gegentreffer zu verhindern.

Dazu bedurfte es freilich auch wertvoller Hilfestellung des Gegners bei der Ausführung des Strafstoßes. Ihr sonst so sicherer Elfmeterschütze, Firas Tayari, ließ sich offensichtlich von der aufgeheizten Atmosphäre anstecken: Sein schwacher Schuss, halbhoch in die rechte Torwartecke, wurde eine Beute des Bremer Amateurfußballers des Jahres 2014.

Ohne Seemann im Tor und mit nur noch zehn Akteuren auf dem Platz hätten die favorisierten Gastgeber wohl große Mühe gehabt, ihre Weste rein zu halten (zwei Spiele, zwei Siege). Denn so leicht, wie es sich Blumenthals Ortsamtsleiter und Vereinsmitglied Peter Nowack erhofft hatte („Die hauen wir 3:0 weg“), machten die Gäste es der Burgwallelf nicht. Im Gegenteil, die SAV agierte in den ersten 45 Minuten abgeklärter und erarbeitete sich die klareren Torchancen. Neben Tayari vergaben auch der für Daniel Rosenfeldt (Urlaub) aufgelaufene Außenverteidiger Yavuz Simsek nach Diagonalpass von Ferdi Uslu (21.) und Muhamed Hodzic nach Steilvorlage von Volkan Arslan (43.) noch zwei weitere Großchancen. Auf der anderen Seite hätte aber auch Daniel Gaese aus zehn Metern vor dem SAV-Kasten treffen müssen (30.).

Was der SAV nach dem Wiederanpfiff blühen würde, ahnte der Trainer des Bezirksligisten TSV Lesum-Burgdamm, Gino Shabani: „Wenn du so klare Chancen auslässt, rächt sich das meistens.“ Shabani sollte Recht behalten. Auch weil BSV-Coach Kniat die Brechstange herausholte und mit Kilian Lammers (für Moussa Alawi) eine zweite Sturmspitze aufs Feld beorderte. Blumenthals Goalgetter Mehmet Ali Fidan hatte sich im ersten Durchgang gegen seinen ständigen „Schatten“ Elvis Ogie Heptner aufgerieben und etliche Fouls ertragen müssen. Und weil der Schiedsrichterpfiff oftmals ausblieb, erklangen auch auf der Blumenthaler Bank lautstarke Proteste.

Kniats Schachzug war Gold wert. Schon sieben Minuten nach seiner Einwechslung schlenzte Lammers das Leder an die Unterkante der Latte, den Abpraller angelte sich Malte Tietze aus dem Getümmel und erzielte das Tor des Tages (52.). Mit dem sich der 22-Jährige für seine Leistung selbst belohnte. Tietze verschaffte sich im Burgwallstadion den größten Wirkungskreis aller Akteure, fütterte seine Offensive immer wieder mit präzisen Diagonalpässen, war in der Rückwärtsbewegung ungemein präsent und zur Stelle, als es galt, die drei Punkte gegen den Nordrivalen zu sichern.

Der endgültig auf die Verliererbahn geriet, als Firas Tayari nach einem Disput mit dem Schiedsrichter erst die Gelbe und dann die Gelb-Rote Karte sah. Zuvor hatte Can einen Angriff der SAV unterbunden, um ein Blumenthaler Foulspiel zu ahnden. In Unterzahl versuchten die Gäste, den Ausgleich zu erzwingen, boten den Blumenthalern aber gleichzeitig Platz für Konter. Tim Pendzich (63./90.), Malte Tietze (84.) und Daniel Luckyman (88.) tauchten fast unbedrängt vor SAV-Keeper Maik Meyer-Wersinger auf, hatten allerdings das Zielwasser nicht an Bord. Fazit: Der Favorit gewann gegen dezimierte Gäste aufgrund der Großchancen in der Schlussphase verdient die drei Punkte, der Nordrivale hat nach nun einem Heimsieg und zwei Auswärtsniederlagen einen besseren Start in die Saison erwartet.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 22. September 2015 )
 
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